Gesundheitswesen

Haut an Haut - enge Bindung trotz schwierigem Start ins Leben

Im Lehrkrankenhaus "Dr. Agostinho Neto" in der Provinz Guantánamo wurde kürzlich eine neue Station für Neugeborene aus Risikoschwangerschaften und ihre Mütter eingeweiht - dank einer umfangreichen Spende von Cuba sí.
Blick in die neue Station: Betten und Matratzen für die Neugeborenen und ihre Mütter, Schränke und weitere Ausrüstung aus einer Cuba sí-Spende komplettieren das Betreuungsangebot "piel a piel" und sorgen für eine entspannte Mutter-Kind-Bindung. Foto: Idolkis Arguelles Berdión, Solvisión Guantánamo

Am 8. September 2023 wurde im Allgemeinen Lehrkrankenhaus „Dr. Agostinho Neto“ in der Provinzhauptstadt Guantánamo gefeiert: Die erste Einheit der neuen Station des „piel-a-piel“-Programms (dt. Haut an Haut) wurde eingeweiht. Dies ist eine spezifische Betreuung von Neugeborenen aus Risikoschwangerschaften, die z.B. mit niedrigem Geburtsgewicht oder mit Komplikationen zur Welt kamen.

Empfänger: Gesundheitswesen

Cuba sí-Aktivisten beluden im Berliner Sachspendenlager einen weiteren Container für das kubanische Gesundheitswesen. Mehrere Krankenhäuser und Polikliniken in Pinar del Río, Mayabeque und Sancti Spíritus werden Empfänger der wertvollen und hochwillkommenen Fracht sein.
Tetris im Container - jeder Zentimeter wurde genutzt, um soviel Sachspenden wie möglich auf die Reise zu schicken. Foto: Cuba sí

Ein gutes Dutzend Cuba sí-Aktivisten hatte sich den 26. August 2023 rot im Kalender angestrichen - es war wieder Zeit, den nächsten Solicontainer für Kuba zu beladen!

Dieser Container war ein ganz besonderer - bis unters Dach wurde er vollgeladen mit medizinischer Praxisausrüstung und Verbrauchsmaterialien, die u.a. Tausende Kanülen, Spritzen und Katheter enthielten. Die Packliste wurde ergänzt durch Masken, OP-Kleidung, Beatmungszubehör, Kolostomiebeutel und um wertvolle Zahnarzttechnik, Matratzen, Toilettenstühle und Gehhilfen.

Vier Tonnen Solidarität trotzen der US-Blockade

Die Fracht des im Februar 2023 beladenen Solidaritätscontainers für das Gesundheitswesen ist an verschiedene medizinische Einrichtungen der Provinz Guantánamo übergeben worden. Die Freude war riesig!
beim Ausladen eines zahnärztlichen Behandlungsstuhls
Der Container wird entladen - hier ein zahnärztlicher Behandlungsstuhl, der von Zahntechnik, Untersuchungsbesteck und Einrichtungsgegenständen aus einer in Deutschland aufgelösten Zahnarztpraxis begleitet wird. Foto: ACPA Guantánamo

Am 30. Mai 2023 hatte das Warten ein Ende – an diesem Tag erreichte ein weiterer Solidaritätscontainer die von Cuba sí unterstützte Provinz Guantánamo. Empfänger der wertvollen Fracht waren das Lehrkrankenhaus der Provinz Guantánamo „Dr. Agostinho Neto“, die Poliklinik in der Gemeinde Felicidad und medizinische Versorgungseinrichtungen in Baracoa.

Countdown für den nächsten Solicontainer

Vor der Beladung des nächsten Solidaritätscontainers wird im Cuba sí-Lager ordentlich gewirbelt. Bis Anfang Juni müssen zahlreiche Sachspenden sortiert, verpackt und beschriftet sein.
Nicht nur zahllose Bananenkisten wurden beim Lagertag am 25. Mai mit wertvoller Fracht gefüllt, beschriftet und versandfertig gemacht. Foto: Cuba sí

Der nächste Blockadebrecher ist in Vorbereitung! Am 25. Mai 2023 fand im Berliner Cuba sí-Sachspendenlager der letzte große Arbeitseinsatz vor der Beladung des nächsten Solidaritätscontainers statt.

Anfang Juni geht dann ein vollbeladener Blockadebrecher auf die Reise. Ziel ist das Cuba sí-Projekt in Kubas östlichster Provinz Guantánamo.

Solidarität aus Frankfurt (Oder)

Die fleißigen Kubafreund*innen der Cuba sí-Regionalgruppe Frankfurt (Oder) trugen wertvolle Sachspenden zusammen, die am 18. Mai 2023 nach Berlin transportiert wurden.
Beim Verladen von Fahrrädern in den Cuba sí-Transporter.
Fahrrad um Fahrrad füllte zusammen mit weiteren Sachspenden den Cuba sí-Transporter. Foto: Wolfgang Frotscher

In Vorbereitung der Beladung des nächsten Solidaritätscontainers kamen die wertvollen Sachspenden aus Frankfurt (Oder) gerade richtig: Insgesamt wurden zehn Fahrräder, mehrere Rollatoren, Gehhilfen und Rollstühle sowie zahlreiche Kisten mit wertvollem medizinischen Verbrauchsmaterial verladen. Auch Material für den Schulbetrieb wie Hefte und Schreibgeräte fehlte nicht.

Zwei Wagenladungen voller Solidarität

Am 11. Mai 2023 verluden die Kubafreunde in Gera hochwertige Sachspenden - ein Lkw und ein Transporter wurden voll bis unter´s Dach.
Geschafft: Die Geraer Kubafreunde vor dem randvoll beladenen Lkw vor der Abfahrt nach Berlin ins Cuba sí-Sachspendenlager. Foto: Cuba sí

Ein gutes Dutzend Helfer wartete bereits am Vormittag des 11. Mai 2023 auf die Ankunft von zwei Fahrzeugen aus Berlin.

Kuba schickt Ärzte in syrische Erdbebenregion

Nach dem verheerenden Erdbeben entsendet Kuba humanitäre Hilfe: Eine Brigade von 27 Ärzten wird helfen. Die Mitglieder der "Henry-Reeve-Brigade" sind auf die medizinische Versorgung bei Naturkatastrophen spezialisiert.
Kubas Präsident, Miguel Díaz-Canel, trägt sich in der Botschaft der Türkei in Havanna in das Kondolenzbuch für die Opfer des schweren Erdbebens in der Türkei und in Syrien ein. Foto: Cubadebate/Estudios Revolución

Nach dem schweren Erdbeben in der Türkei und in Syrien kämpfen sich die Einsatzkräfte vor Ort noch immer durch die Trümmer. Insbesondere in Syrien läuft die Hilfe weiter schleppend an. Jüngsten Schätzungen zu Folge ist die Zahl der Todesopfer in beiden Ländern auf 21.000 Personen gestiegen. Jetzt hat Kuba angekündigt, eine Medizinerbrigade in die Region schicken. 27 Ärzte sollen vor Ort helfen.

Wiederaufnahme der Produktion dreier stark nachgefragter Medikamente

Herstellung in Kuba war durch die US-Blockade mehr als neun Monate lahmgelegt.
Die Herstellung pharmazeutischer Produkte erholt sich in einzelnen Bereichen wieder. Foto: Granma

Nach neunmonatiger Unterbrechung können die drei Medikamente Salbutamol (Spray bei Asthma und chronischer Bronchitis), Fluticason (entzündungshemmender, antiallergischer Wirkstoff zur Behandlung u.a. bei Asthma) und Enalapril (Blutdrucksenker) wieder in Kuba hergestellt werden, teilte Dr. Eduardo Martínez Díaz, Präsident von BioCubaFarma, mit. Zudem werde ein neuer Blutdrucksenker, Lisinopril, entwickelt.

Umfangreiche Sachspende aus Gera

Am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, setzte die Cuba sí-Gruppe in Gera ein deutliches Zeichen: Einen ganzen Lkw füllten die wertvollen Sachspenden für die seit mehr als 60 Jahren unter der US-Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade leidenden Menschen in Kuba.
Geschafft nach gemeinsamer Verladung im winterlichen Flockenwirbel: Der Lkw ist voll und kann den Rückweg nach Berlin ins Cuba sí-Sachspendenlager antreten. Ein Dank allen Spender*innen und Helfer*innen! Foto: Cuba sí Gera

Seit mehr als 60 Jahren verletzt die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade der USA gegen Kuba die Menschenrechte von mehr als 11 Millionen Kubanerinnen und Kubanern. Die Situation hat sich noch verschärft, seit der frühere US-Präsident Donald Trump die Blockade um weitere 243 Maßnahmen verschärft und Kuba erneut auf die von den USA erstellte Liste jener Staaten gesetzt hat, die angeblich den internationalen Terrorismus fördern.

„Eure Solidarität ist lebenswichtig!“

Gegenwärtig weilt eine Cuba sí-Solibrigade im freiwilligen dreiwöchigen Arbeitseinsatz in den Projektbetrieben des Landwirtschaftsprojekts in der Provinz Guantánamo. Einen emotionalen Besuch erlebten die acht Brigadist*innen am 25. Oktober 2022 im Provinzkrankenhaus „Dr. Agostinho Neto“.
Ärzte und Ärztinnen des Provinzkrankenhauses "Dr. Agostinho Neto" in Guantánamo begutachten die mitgebrachten Medikamente und Materialien, die v.a. in der Chirurgie und Onkologie zum Einsatz kommen sollen. Foto: Cuba sí

„Der Vizedirektor, Dr. Luis Alberto Ramírez, und weitere leitende Ärzt*innen empfingen uns zu einem Gespräch in lockerer Runde, bei dem wir aufschlussreiche Informationen zur aktuellen Situation des Gesundheitswesens in Kuba bekamen.

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