Buchmesse

Lehren des Exils

Paco Ignacio Taibo II stellt in Havanna einen Band über das deutsche "rote Exil" in Mexiko vor
Ankündigung der Lesung am Stand von Cuba Si auf der Buchmesse in Havanna
Ankündigung der Lesung am Stand von Cuba Si auf der Buchmesse in Havanna

Mexiko war für einige der größten deutschsprachigen Schriftsteller der 1930er und 1940er Jahre das letzte Refugium nach einer mitunter jahrelangen Flucht vor dem Hitlerregime. Egon Erwin Kisch, Gustav Regler, Ludwig Renn, Anna Seghers und Bodo Uhse fanden sich nach Zwischenstationen in Frankreich und den USA Ende der 1930er Jahre in Mexiko-Stadt wieder. Hier setzen sie gemeinsam den Kampf gegen den inzwischen massenhaft mordenden Faschismus fort, den sie schon 1935 auf dem Pariser Kongress zur Verteidigung der Kultur öffentlich angeklagt hatten.

Kampf um Kuba

Der Journalist Enrique Ubieta befasst sich in seinem Buch mit den Umbrüchen in dem sozialistischen Karibikstaat
Santiago Alba, Enrique Ubitea und Diana Lio Busquet vom Verlag Editora Abril
Santiago Alba, Enrique Ubitea und Diana Lio Busquet vom Verlag Editora Abril

Anfang 2008 sorgte ein Konzert in Havanna für Aufsehen. Das Reggaeton-Event kostete die Gäste den stolzen Eintrittspreis von 100 Konvertiblen Peso (CUC), also 100 US-Dollar. Trotz des immensen Kartenpreises füllte sich der Rote Salon des Hotels Capri in der kubanischen Hauptstadt, nicht wenige Gäste fanden am Ende sogar keinen einlass mehr.

Brücken der Freundschaft

Im Beisein von zahlreichen Persönlichkeiten wurde in Havanna der Film über Cuba Sí präsentiert
Im Kinosaal
Im Kinosaal

Die Kuba-Premiere des Dokumentarfilms über die Geschichte der deutschen Solidaritätsorganisation Cuba Sí begann am Dienstag mit einer Überraschung. Bevor die 48-minütige und für Kuba auf Spanisch untertitelte Produktion gezeigt wurde, präsentierten Vertreter der Partnerorganisation ACPA einen eigenen Kurzfilm. Zu Wort kamen darin Bewohner eines kubanischen Dorfes, in dem vor wenigen Monaten mit Hilfe von Cuba Sí eine Holzbrücke über einen nahen Fluss errichtet wurde.

Kuba-Politik im Fokus

Cuba Sí stellt in Havanna die zweite Auflage einer Untersuchung zur deutschen Haltung gegenüber Kuba vor
Justo Cruz, Steffen Niese, Harald Neuber (v.l.n.r.)
Justo Cruz, Steffen Niese, Harald Neuber (v.l.n.r.)

Im Beisein von Journalisten, Diplomaten und Vertretern kubanischer Organisationen hat der deutsche Politologe Steffen Niese auf der 21. Buchmesse in Havanna am Montag die zweite Auflage seiner Untersuchung der deutschen Kuba-Politik seit 1990 vorgestellt. Die neue Edition wurde um mehrere Themen erweitert, so etwa die Arbeit deutscher Parteistiftungen, und ins Spanische übersetzt.

Solidarisch in Havanna

Vertreter deutscher Kuba-Gruppen stellen ihre Arbeit auf der Buchmesse in Havanna vor
Harri Grünberg, Justo Cruz, Harald Neuber, Brigitte Schiffler, Frank Schwitalla
Auf dem Podium: Harri Grünberg, Justo Cruz, Harald Neuber, Brigitte Schiffler, Frank Schwitalla (v.l.n.r.)

Vorstandsmitglieder des Netzwerks Cuba, dem Dachverband der politischen und entwicklungspolitischen Kuba-Gruppen in Deutschland, haben im Rahmen der 21. Internationalen Buchmesse Kubas ihre Arbeit vorgestellt. Bei der Veranstaltung auf der mittelalterlichen Festungsanlage über dem Hafen von Havanna, der Cabaña, schilderten die Gäste vor rund 50 Zuhörern die Geschichte der deutschen Kuba-Solidaritätsbewegung und stellten kommende Projekte vor.

Strategietreff mit Fidel Castro

Gäste beraten mit Ex-Präsidenten Friedens- und Umweltpolitik. Deutscher Vorschlag wird aufgegriffen
Fidel Castro in der Debatte mit internationalen Gästen
Fidel Castro in der Debatte mit internationalen Gästen

Kubas ehemaliger Staats- und Regierungschef Fidel Castro hat mit Intellektuellen und Aktivisten aus Lateinamerika, Europa und den USA gemeinsame Initiativen für die Friedens- und Umweltbewegung diskutiert. Bei dem "Treffen von Intellektuellen für den Frieden und den Schutz der Umwelt" in der kubanischen Hauptstadt Havanna ging es auch um die drohenden Kriege und Interventionen in Syrien und Iran.

Volles Programm in Kuba

Effizienz auf deutsch-kubanisch: Drei Delegierte von Cuba Sí werden auf der Buchmesse acht Veranstaltungen organisieren und mitveranstalten
Logo der Buchmesse Havanna
Logo der Buchmesse Havanna

Eigentlich sollte es ein reduziertes Programm werden. Doch nun stehen wieder mehrere Veranstaltungen auf dem Plan der Cuba-Si-Delegation für die 21. Internationale Buchmesse in Havanna. Acht Buchpräsentationen und zum Teil hochrangige Podiumsdiskussionen werden im Rahmen der Bücherschau vom 9. bis zum 19. Februar auf der mittelalterlichen Festungsanlage La Cabaña über dem Hafen stattfinden.

"Guerillero del tiempo": Fidel stellt Memoirenbände vor

Werk wird auf der 21. Buchmesse in Havanna erhältlich sein. Bücherschau beginnt am Freitag mit über 120 Ausstellern
Fidel Castro und Katiuska Blanco
Fidel Castro und Katiuska Blanco

Wenige Tage vor Beginn der Internationalen Buchmesse in der kubanischen Hauptstadt Havanna hat der ehemalige Staats- und Regierungschef Fidel Castro zwei neue Memoirenbände unter dem Titel "Guerrillero del tiempo" (Guerillero der Zeit) vorgestellt. Die Bände mit fast 1.000 Seiten wurden von der kubanischen Journalistin Katiuska Blanco verfasst, die im Jahr 2003 bereits ein Buch über die Familiengeschichte der Castros veröffentlicht hat.

20 Jahre Cuba Sí - der Film zum Jubiläum

Ein lebendiger Eindruck der bunten, vielseitigen und spannenden Geschichte von Cuba Sí.
Der Film zum 20. Geburtstag von Cuba Sí

20 Jahre gelebte Solidarität waren uns Anlass für einen filmischen Rückblick.

Herausgekommen ist ein 45-minütiger emotionaler und sympathischer Dokumentarfilm, der einen Bogen spannt von den Anfängen bis zur Gegenwart: Mitbegründer und Aktivisten der ersten Stunde erinnern sich an abenteuerliche Spendenaktionen, die Cuba Sí-Regionalgruppen werden vorgestellt, langjährige Wegbegleiter der Partei DIE LINKE und befreundeter Soliorganisationen kommen zu Wort ebenso wie unsere Partner und Freunde in Kuba.

Klimawandel in deutsch-kubanischen Beziehungen?

MdB Michael Leutert berichtet über Parlamentarier-Delegationsreise nach Kuba
Michael Leutert (2. v. l.) und Tania Vázquez (3. v. l.) beleuchten die deutsch-kubanischen Beziehungen

Nach zehnjähriger Abstinenz reiste vom 7. bis 13. Januar erstmals wieder eine Bundestagsdelegation nach Kuba. Zur Delegation des Haushaltsausschusses gehörte Michael Leutert von der Linksfraktion. Er berichtete am gestrigen Mittwoch im voll besetzten Rosa-Luxemburg-Saal über die Entwicklung der deutsch-kubanischen Beziehungen. Dabei zog er eine optimistisch stimmende Bilanz der Reise und wagte eine hoffnungsvolle Prognose hinsichtlich eines "Klimawandels" in den deutsch-kubanischen Beziehungen. Es seien "Gespräche auf Augenhöhe" geführt worden.

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