03.03.2013 DruckversionSend by email

Traktor, K-100 und Patio Pelegrín

Die Cuba Sí-Delegation besuchte unsere Projekte in der Provinz Pinar del Río.
Traktoren, Cuba Sí, Projekt
Mitglieder der Cuba Sí-Delegation und Mitarbeiter unseres Projektes beim Gruppenfoto mit Traktor

In den Tagen nach der Buchmesse in Havanna fuhr die Cuba Sí-Delegation für zwei Tage in die Provinz  Pinar del Río, um unser Kulturprojekt K-100, das Geimeindezentrum „Patio Pelegrin“ und natürlich auch unser Landwirtschaftsprojekt zu besuchen. 

Im vergangenen Jahr hatte Cuba Sí eine Sonderspendenaktion gestartet. Wir wollten für unsere vier Landwirtschaftprojekte in Kuba je einen Traktor kaufen. Im Januar waren sie im Hafen von Havanna angekommen und wurden dann auf die Projekte transportiert. Wir hatten gehofft, die feierliche Übergabe der Traktoren während unseres Aufenthaltes in Kuba miterleben zu können, was leider nicht geklappt hat. Aber das war für uns kein Grund zur Traurigkeit, denn die Traktoren sind - was viel wichtiger ist - schon sie seit zwei Wochen im Einsatz.

In unserem Kulturprojekt K-100 konnten wir uns von der guten Kinder- und Jugendarbeit unseres Projektpartners, der Metalband „Tendencia“, überzeugen. Frontmann Kiko präsentierte uns mehrere Mitschnitte von Veranstaltungen und berichtete u.a. über die Musikkurse im Projekt. Jetzt ist auch der Probenraum fertiggestellt, und die von Cuba Sí im Herbst 2012 gespendeten Klimaanlagen wurden eingebaut. Das Projekt hat sich mit seiner Kulturarbeit sowohl in der Stadt Pinar del Río als auch in der Provinz einen guten Ruf erworben. Einen besonderen Glückwunsch von Cuba Sí erhielt Kiko - eigentlich heißt er José Mederos -, denn er ist seit Februar Abgeordneter des Provinzparlamentes.

Während unserer Reise nach Pinar del Río besuchten wir auch das Gemeindezentrum „Patio Pelegrin“ in der kleinen Stadt Puerta del Golpe. Cuba Sí hatte im vergangenen Jahr für dieses Projekt eine PA-Anlage und eine Wasserpumpe gespendet. Auf dem „Patio Pelegrin“ („Hof von Pelegrin“) wird Obst und Gemüse angebaut, werden Kulturveranstaltungen und verschiedene Kurse angeboten, es gibt ein Literaturcafé und eine kleine Bühne. Mario Pelegrin, Initiator des Gemeindezentrums, erzählte uns, dass sein Projekt keine staatliche Unterstützung bekäme und trotzdem schon 12 Jahre erfolgreich arbeite. „Die Wasserpumpe ist nicht nur für das Projekt eine große Hilfe“, betonte er, „sondern auch für 35 Familien hier im Ort.“ Und die PA-Anlage sei für die Veranstaltungen auf dem Patio einfach „perfecto“. Bei unserem Besuch konnten wir dem Gemeindezentrum einen Laptop als Spende übergeben.

Am 4. März fliegt unsere Delegation zurück nach Deutschland. Wir haben ein umfangreiches Arbeitspensum absolviert, aber natürlich auch ein paar Sonnenstahlen eingefangen und den einen oder anderen Mojito genossen. Bis bald, nos vemos en Alemania. (Jörg Rückmann)

 

Veröffentlicht in Rund um Kuba | Tags: K-100, Kultur, Milch für Kubas Kinder, Projekte, Solidarität, Traktoren