Kuba bei amerika21.de
Kubas Agrarbranche gewinnt an Effizienz
Havanna. Kubas Bauern produzieren nach mehreren Reformen in der Agrarwirtschaft inzwischen 78 Prozent des nationalen Bedarfs. Die steigende Produktion von Agrarprodukten wie Zucker, Bohnen, Kaffee, Schweine- und Rindfleisch helfe dabei, die weiterhin schwierige Versorgungssituation zu verbessern, zitiert die mexikanische Agentur Notimex Orlando Lugo Fonte, den Präsidenten der Kubanischen Kleinbauernvereinigung ANAP.
Probleme gebe es nach wie vor bei der Produktion von Frischmilch, einer traditionellen Schwachstelle der kubanischen Landwirtschaft. Dabei habe es im vergangenen Jahr ein Produktionsdefizit von 39 Millionen Litern gegeben. Es seien dadurch 15 Millionen US-Dollar Kosten für Milchimporte entstanden.
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Eigene Kuba-Politik wird EU zur Last
Brüssel/Havanna. Die Europäische Union will ihre Beziehungen zu Kuba ungeachtet der systemkritischen Haltung einzelner Mitgliedsstaaten neu ordnen. Nach Informationen aus diplomatischen Kreisen in Brüssel setzten sich Vertreter der 27 EU-Mitgliedsstaaten vor wenigen Wochen im Rahmen der Lateinamerika-Arbeitsgruppe des Europäischen Rates (COLAT) in einer mehrstündigen Diskussion mit dem bilateralen Verhältnis auseinander. Dabei wurde auf der Basis einer Einschätzung des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) der Versuch unternommen, eine gemeinsame Linie zu finden, um das seit Jahren schwer belastete Verhältnis zur sozialistischen Regierung in Kuba zu verbessern.
Kuba-Gruppen kritisieren CDU-Abgeordneten Vaatz
Berlin. Das Netzwerk Cuba, ein Zusammenschluss von gut 40 politischen und entwicklungspolitischen Kuba-Gruppen in Deutschland, hat den CDU-Bundestagsabgeordneten Arnold Vaatz (CDU) "Niveau- und Substanzlosigkeit" und "Verunglimpfung" der sozialistischen Regierung in Havanna vorgeworfen.
In einem Interview mit dem Radiosender Deutschlandfunk hatte Vaatz sich zu der Debatte über Zwangsarbeit in der DDR geäußert. Dabei sagte er: "Im übrigen möchte ich nicht wissen, was im Augenblick passiert in Kuba und anderen Ländern, wo man auch noch genau so weitermacht, wie man damals zu DDR-Zeiten mit den Regimen da umgegangen ist, sprich, dass man diese Regime als Lieferanten billiger Arbeitskräfte betrachtet hat."
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Parade in Havanna für Schwulenrechte
In Kuba haben Aktivisten mit einer Gay-Pride-Parade in den Straßen von Havanna für die Rechte von Homosexuellen protestiert. Die Teilnehmer setzten sich damit auch für sexuelle Gleichheit in Kuba ein.
Rund 400 Personen demonstrierten für die Achtung ihrer Rechte und die gleichgeschlechtliche Ehe. Die inzwischen fünfte Parade dieser Art ist Teil der jährlichen Tage für Homosexuellenrechte, die vom Kubanischen Zentrum für Sexualerziehung organisiert werden. Dieses Zentrum wird von Marielle Castro geleitet, der Tochter des amtierenden Staats- und Regierungschef Raúl Castro. Bei der Demonstration setzten sich die Teilnehmer auch für die Freiheit der Cuban Five ein, die in den USA nach wie vor gefangen gehalten werden.
Video | Kuba | Kultur | Menschenrechte
Gay-Pride-Parade in Havanna
Havanna. In Kuba sind Aktivisten mit einer Gay-Pride-Parade in den Straßen von Havanna für die Rechte von Homosexuellen eingetreten. Die Teilnehmer setzten sich damit auch für sexuelle Gleichheit in Kuba ein.
Rund 400 Personen demonstrierten für die Achtung ihrer Rechte und die gleichgeschlechtliche Ehe. Die inzwischen fünfte Parade dieser Art ist Teil der jährlichen Tage für die Reche der Homosexuellen, die vom Kubanischen Zentrum für Sexualerziehung (CENESEX) organisiert werden. Dieses Zentrum wird von Marielle Castro geleitet, der Tochter des amtierenden Staats- und Regierungschef Raúl Castro.
Bei der Demonstration setzten sich die Teilnehmer auch für die Freiheit der Cuban Five ein, die in den USA nach wie vor gefangen gehalten werden.
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Kuba weist spanische Kritik an Menschenrechtslage zurück
Havanna. Kubas stellvertretender Außenminister Dagoberto Rodriguez hat den spanischen Außenminister José Manuel García-Margallo aufgefordert, die "Einmischungen in innere Angelegenheiten Kubas" einzustellen. Stattdessen solle sich der konservative Politiker um die Belange Spaniens zu kümmern. Garcia-Margallo hatte sich zuvor unter anderem vor der Kommision für Iberoamerikanische Angelegenheiten des spanischen Senats kritisch über Menschenrechte und Demokratie in Kuba geäußert.
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Kuba könnte Reisebestimmungen liberalisieren
Havanna. In Kuba könnten weitreichende Neuerungen in den Reiseregelungen anstehen. Nach einem Bereicht der Nachrichtenagentur AP hat Parlamentspräsident Ricardo Alarcón eine "radikale" und "tiefgreifende" Neuregelung der Migrationsbestimmungen binnen weniger Wochen angekündigt. Der Kommentar Alarcóns habe eine "Flut von Spekulationen bei Exilanten, Kubanern auf der Insel und politischen Analysten" ausgelöst, schreibt AP in dem Bericht, der auf die bislang geltende obligatorische Ausreiseerlaubnis verweist. Bislang wird vor allem die Ausreise von Ärzten, Wissenschaftlern und Militärs beschränkt, um eine unkontrollierte Abwanderung dieses Personals ins Ausland zu verhindern.
Sympathie für Fidel Castro: Baseball-Manager aus Miami suspendiert
Miami. Der Baseball-Club Los Marlins aus Miami hat die Suspendierung seines aus Venezuela stammenden Managers Oswaldo Guillén sowie die Aussetzung seiner Gehaltzahlungen angekündigt. Den Schritt begründeten die Verantwortlichen mit den Äußerungen Guilléns zum kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro.
Der aus Venezuela stammende Manager hatte zuvor in einem Interview mit der US-amerikanischen Zeitschrift Times seine Sympathie für den ehemaligen Staatschef Kubas zum Ausdruck gebracht. Er bewundere Castro auch, weil dieser in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Attentatsversuche überstanden hat.
Als Reaktion auf die Äußerung haben zahlreiche Anhänger des Vereins sowie Lokalpolitiker scharfe Kritik an Guillén geäußert und seine Kündigung gefordert. Der Club Los Marlins ist in "Little Habana" beheimatet, dem Zentrum des antikubanischen Exils in Miami.
Ehefrau fordert Hafturlaub für in Kuba inhaftierten US-Bürger
Washington. Die Ehefrau des in Kuba inhaftierten US-Amerikaners Alan Gross hat die kubanischen Behörden aufgefordert, ihrem Ehemann Hafturlaub zu gewähren, damit er seine an Lungenkrebs schwer erkrankte 89-jährige Mutter in den USA besuchen kann.
In einem Beitrag für die US-Tageszeitung Washington Post zieht Judith E. Gross Parallelen zum Fall der Cuban Five. Bei einem der fünf Kubaner hatte die 13-jährige Haftzeit im Herbst 2011 geendet, nun muss er noch drei Jahre in Florida im offenen Vollzug verbleiben. Dennoch wurde René González kürzlich gestattet, für zwei Wochen nach Kuba zu reisen, um seinen todkranken Bruder besuchen zu können.
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Fidel Castro doch nicht auf kolumbianischer Banknote
Bogotá. In Kolumbien sorgt das mutmaßliche Abbild des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro auf einem neuen Geldschein für Aufsehen. Nach Medienberichten soll auf dem 1.000-Peso-Schein Castro im Hintergrund in einer Menschenmasse zu sehen sein. Hauptmotiv der Banknote ist der progressive Politiker Jorge Elécier Gaitán, der 1948 ermordet wurde.
Nun trat der Zeichner José Antonio Suárez den Berichten entgegen: Das Bild zeige schlichtweg einen Zuschauer, nicht den jungen Fidel Castro, sagte Suárez, der sich sichtlich amüsiert über den Medienrummel zeigte.
Die Ermordung des beliebten Gaiáns hatte 1948 zu massiven Unruhen in Bogotá und anderen Teilen des südamerikanischen Landes geführt. Historiker führen in letzter Konsequenz auch die bis heute andauernden Kämpfe von Guerillaorganisationen in Kolumbien auf den Tod des Politikers zurück, mit dem für Jahrzehnte alle Reformprojekte verhindert worden seien.
Krebs: Chávez muss weiter behandelt werden
Caracas. Inmitten des Wahlkampfes in Venezuela wird der amtierende Präsident Hugo Chávez am heutigen Samstag erneut nach Kuba fliegen, um sich einer weiteren Krebstherapie zu unterziehen. Das gab der 54-Jährige nur zwei Tage nach seiner Rückkehr aus dem sozialistischen Karibikstaat bekannt, wo er sich einer Strahlenbehandlung unterzogen hatte. Seit seiner Rückkehr hatte er sich in dem Bundesstaat Barinas aufgehalten und war erst in der Nacht zum Samstag wieder in Caracas eingetroffen.
Venezuelas Präsident Chávez von Krebs-Therapie aus Kuba zurück
Caracas. Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist in der Nacht zum heutigen Donnerstag aus der kubanischen Hauptstadt Havanna nach Venezuela zurückgekehrt. In Kuba hatte der 54-Jährige in den vergangenen Tagen den zweiten Zyklus einer Strahlentherapie erhalten, die nach der Entfernung eines Primärtumors im vergangenen Jahr nötig geworden war
Kurz vor Mitternacht informierte der Fernsehmoderator Mario Silva die Zuschauer, dass Chávez mit einer Militärmaschine in dem Bundesstaat Barinas eingetroffen ist, aus dem der Politiker stammt.
Kurz vor seiner Abreise hatte Chávez über den Mikrobloggindienst Twitter seine Rückreise bekanntgegeben: "Wir sehen hier General-Präsident Raúl Castro", heißt es in einem von drei Beiträgen: "Danke Fidel! Danke Raúl! Danke Kuba! Wir werden leben und wir werden siegen!"
Kuba-Blockade: Ecuador sagt "Amerika-Gipfel" ab
Quito/Bogotá. Ecuadors Präsident Rafael Correa hat in einem offenen Brief an seinen kolumbianischen Amtskollegen Juan Manuel Santos seine Teilnahme am sechsten "Amerika-Gipfel" abgesagt. Grund für die Absage sei der Ausschluss Kubas von dem Gipfeltreffen, das vom 17. bis zum 19. April in der nordkolumbianischen Hafenstadt Cartagena stattfindet.
OAS hat US-Folterlager auf Kuba entdeckt
San José/Guantánamo Bay. Gut zehn Jahre nach der Einrichtung eines Gefangenenlagers in Guantánamo wird die Interamerikanische Menschenrechtskommission
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Chávez erneut zur Strahlentherapie in Kuba
Havanna. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez ist am Samstag zur Fortsetzung seiner Strahlenbehandlung in der kubanischen Hauptstadt Havanna eingetroffen. Nach eigenen Angaben soll der jetzige Aufenthalt in Kuba nur wenige Tage dauern.
Vor seiner Abreise kündigte Chávez die Prüfung der Vorschläge für ein neues Arbeitsgesetz in Venezuela an. Am 1. Mai solle dieses durch das venezolanische Parlament verabschiedet werden. Hinsichtlich seiner Genesung erklärte er, dass "nicht die Zeit der Sterbens gekommen ist, sondern die des Lebens".
Kuba erklärt Karfreitag nach Bitte des Papstes zum Feiertag
Havanna. Die kubanische Regierung hat den Karfreitag in dieser Woche zum Feiertag erklärt. Damit folgt sie einer Bitte von Papst Benedikt XVI., die dieser bei seinem Besuch in Kuba in der vergangenen Woche geäußert hatte. Nach Angaben der halbstaatlichen kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina hatte der Papst gegenüber Präsident Raúl Castro die Hoffnung ausgedrückt, dass Arbeit, die nicht notwendig sei, am Karfreitag ruhen möge, damit die Christen die Passion, den Leidensweg Christi zum Kreuz, nach ihren religiösen Bräuchen nachvollziehen können. Castro hatte dies dem Papst gegenüber kurz vor seiner Abreise zugesichert, heißt es.
Cuban Five: René González in Kuba eingetroffen
Havanna. René González, einer der politischen Gefangenen Kubaner in den USA, ist am gestrigen Freitagnachmittag in Kuba eingetroffen. Der 55-Jährige hat von den US-Behörden eine Sondergenehmigung erhalten, um seinen kranken Bruder zu besuchen. González muss nach spätestens 14 Tagen wieder in die USA zurückreisen, um dort bis zum Ende einer dreijährigen Bewährungsstrafe zu verbleiben.
Der Besuch in Kuba sei "privat und familiär", hieß es in einer Meldung des staatlichen kubanischen Fernsehens, der zufolge González "einige Minuten nach der Mittagsstunde" in Kuba eintraf. Es gab keinen offiziellen Empfang.
González, ein Ingenieur aus Kuba, hatte 13 Jahre in US-Haft verbracht. Er und vier weitere Kubaner wurden verurteilt, weil sie gewaltbereite antikubanische Gruppen beobachtet und die Informationen nach Kuba weitergeleitet hatten. In den USA wurden sie daraufhin wegen Spionage verurteilt.
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Papst beendet Besuch im revolutionären Kuba
Havanna. Mit politischen und moralischen Appellen auf beiden Seiten ist am Mittwoch der zweitägige Besuch von Papst Benedikt XVI. in Kuba zu Ende gegangen. Nach einer Messe am Dienstag in Santiago de Cuba, der zweitgrößten Stadt des Landes, hatte der amtierende Papst, der Deutsche Josef Ratzinger, am Mittwoch zu einem Gottesdienst auf dem Platz der Revolution in Havanna aufgerufen. Gekommen waren zu der Messe unter den haushohen Reliefs der Guerilla-Kommandanten Ernesto Che Guevara und Camilo Cienfuegos sowie der Statue des Nationalhelden José Martí Hunderttausende Zuschauer, die für die Veranstaltung von der Arbeit befreit worden waren. Tausende Kubaner kamen aus dem Ausland, unter anderem aus den USA. Vor dem Besuch in Kuba hatte der sichtlich gebrechliche Benedikt XVI. Mexiko einen ebenfalls zweitägigen Besuch abgestattet.
Kubas Opposition vor Papstbesuch isoliert
Havanna. Der bevorstehende Besuch von Papst Benedikt XVI. in Kuba spaltet die Systemoppositionellen in Kuba. Während einige Regierungsgegner die Linie der katholischen Kirche als zu nachgiebig
"Kuba war nie ein besonders religiöses Land"
Der gebürtige Kubaner Raúl Fornet-Betancourt ist wissenschaftlicher Referent am Missionswissenschaftlichen Institut Missio in Aachen und Professor für Philosophie an der Universität Bremen.
Herr Fornet-Betancourt, Kuba ist im globalen Maßstab ein recht kleines Land. Weshalb reist zum zweiten Mal in 14 Jahren ein Papst nach Kuba?
