Unsere Organisation

Im Juni 1991 beschloss der 2. Parteitag der PDS den Start der Solidaritätskampagne „Milch für Kubas Kinder“ und beauftragte die kurz vorher gegründete „Arbeitsgemeinschaft Cuba sí beim Parteivorstand der PDS“ (Cuba sí) mit der Umsetzung dieser Kampagne. Nach der Bestätigung der Gründungsdokumente durch den Parteivorstand der PDS trat die AG Cuba Sí am 23. Juli 1991 zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen.

Mit dem Ende des Sozialismus in Europa in den Jahren 1989/1990 verlor das sozialistische Kuba seine wichtigsten Handelspartner und seine wichtigsten politischen Verbündeten. Der Außenhandel des Landes brach um rund 85 Prozent ein. Kuba durchlebte eine schwere Wirtschaftskrise, die „Spezialperiode“. In dieser Zeit gründeten sich bundesweit neue Gruppen der Kubasolidarität, von denen sich viele unter dem Dach der AG Cuba sí zusammenfanden. Unmittelbarer Anlass für die Gründung der bundesweiten AG Cuba sí war die Weigerung der damaligen Bundesregierung, den Vertrag zwischen der DDR und Kuba über die Lieferung von Milchpulver nach Kuba fortzuführen. Deshalb konzipierte die AG Cuba sí 1991 die Kampagne „Milch für Kubas Kinder“ und 1992 zusätzlich die Kampagne „Kuba muss überleben“.

Wir, die Mitstreiter*innen von Cuba sí, verstanden diese Solidaritätskampagnen von Anfang an als politische Aufgabe. Unser Grundsatz lautet: Wir wollen mit unserer Solidarität für Kuba dazu beitragen, eine gesellschaftspolitische Alternative zum Kapitalismus zu erhalten und erfolgreich zu gestalten. Wir wollen helfen, damit Kuba seine Vorstellungen, Pläne und Ziele für eine eigenständige Entwicklung, für ein sozialistisches Gesellschaftsmodell umsetzen kann. Darauf richten wir unsere politische Solidaritätsarbeit aus, und jede materielle Hilfe sowie jedes materielle Projekt für Kuba ordnen wir diesem politischen Grundsatz unter.

Aufmerksam verfolgen wir die politische, ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung in Kuba. Dabei leitet uns die Frage: Wie können wir dem sozialistischen Kuba in der jeweils aktuellen Situation am besten helfen? Gemeinsam mit unseren kubanischen Partnerorganisationen entwickeln wir Ideen für Kampagnen und Projekte der politischen und materiellen Solidarität.

Solidarität mit Kuba bedeutet für uns auch Solidarität mit den fortschrittlichen Bewegungen, Parteien und Regierungen in Lateinamerika, im globalen Süden und in der ganzen Welt. Unsere AG Cuba sí ist Teil der internationalistischen Bewegung für eine friedliche und gerechte Welt, gegen Krieg, Imperialismus, Faschismus und Rassismus, gegen Ausbeutung, Unterdrückung, Armut und Umweltzerstörung. Wir sind der festen Überzeugung, dass jedes Land das Recht hat, seinen eigenen Entwicklungsweg selbst zu bestimmen für die Unabhängigkeit und Souveränität des eigenen Landes, gegen imperialistische Einmischung, gegen Neoliberalismus und Neokolonialismus.

Als Arbeitsgemeinschaft der Partei DIE LINKE tragen wir dazu bei, den Gedanken der Solidarität, des Friedens und des Internationalismus immer wieder in den Beschlüssen, in der Programmatik, in den Wahlprogrammen sowie im Handeln aller Mitglieder der Partei zu verankern und zu festigen.

Kuba braucht auch weiterhin die Solidarität all derer – hier in der Bundesrepublik Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt –, die sich für eine gerechte und friedliche Welt einsetzen!

¡Viva Cuba Socialista! ¡Viva la Solidaridad!