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Fiesta de Solidaridad 2026 - Bühne (Foto: Nikolai Kanow)

Kuba Solidaritätsfest in Berlin zieht tausende Menschen an

Steffen Niese/amerika21.de

Tausende feiern unter dem Motto: "Mit Kuba kämpfen, von Kuba lernen, mit Kuba feiern". Auf dem Programm standen Debatten, Workshops und Musik.

Die von Cuba sí organisierte Open-Air-Veranstaltung "Fiesta de Solidaridad" hat am Samstag erneut tausende Menschen angezogen. Die Arbeitsgemeinschaft der Partei Die Linke hatte unter dem Motto "Mit Kuba kämpfen, von Kuba lernen, mit Kuba feiern" zur Teilnahme an der traditionellen Soliveranstaltung in der Parkaue im Ostberliner Bezirk Lichtenberg aufgerufen.

Das größte europäische Kuba-Solidaritätsfest zog nach Angaben der Organisatoren trotz zahlreicher Parallelveranstaltungen mehr als 3.000 Besucher an. Neben musikalischen Beiträgen standen auf dem Programm der achtstündigen "Fiesta de Solidaridad" auch zahlreiche Diskussionsforen sowie Workshops.

Der politische Höhepunkt war eine Gesprächsrunde auf der Hauptbühne mit der Parteivorsitzenden der Partei Die Linke, Ines Schwerdtner, sowie der Botschafterin der Republik Kuba in der Bundesrepublik Deutschland, Juana Martínez. In ihrem Statement sprach die im Juni wiedergewählte Parteivorsitzende von der Herausforderung, die neuen und oftmals jungen Parteimitglieder für das Thema Kuba zu interessieren, und hob die Relevanz der politischen Bildungsarbeit hervor. Auch betonte sie die Bedeutung der politischen und materiellen Solidaritätsarbeit der mittlerweile mehr als 800 Mitglieder zählenden Arbeitsgemeinschaft Cuba sí und gratulierte zu ihrem 35-jährigen Bestehen. Die Repräsentantin der sozialistisch regierten Karibikinsel betonte die große Bedeutung der am 23. Juli 1991 gegründeten Organisation und übergab ein Dankschreiben von Fernando Gonzalez Llort, dem Präsidenten des Kubanischen Institutes für Völkerfreundschaft.

Derzeit führt Cuba sí die Kampagne "Energie für die Revolution" zur Unterstützung des Landes beim Umbau der Energiematrix in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Kultur durch. Weitere Grußbotschaften und Solidaritätsadressen überbrachten der direkt gewählte Berliner Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak sowie der ehemalige Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Heinz Bierbaum. Kulturelle Höhepunkte der Fiesta waren der gemeinsame Auftritt des kubanischen Musikers Tony Àvila mit dem Berliner Liedermacher Tobias Thiele sowie von Tino Eisbrenner und Mellow Mark.

Besonderen Zuspruch erfuhren die Diskussionsrunden im Debattenzelt, in denen über die Themen Gewerkschaften, Internationalismus und Frieden, die kubanische Jugend sowie über den Zusammenhang von Kultur und Widerstand diskutiert wurde. Eingeladen hierzu war der algerisch-französische Künstler Mustapha Boutadjine, der Cuba sí anlässlich des am 13. August anstehenden 100. Geburtstages von Fidel Castro ein Großporträt übergab und dessen Werke zuletzt in der Rosa-Luxemburg-Stiftung ausgestellt waren.

Auf der Fiesta präsentierten sich wie bereits in den Vorjahren zahlreiche weitere Solidaritätsorganisationen, Jugendorganisationen wie solid und SDS, Nachbarschaftsinitiativen sowie internationalistische Vereine und Initiativen. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Schauspielerin und Filmemacherin Esther Zimmering. Der Dank der Organisatoren gilt den unzähligen ehrenamtlichen Helfern aus dem gesamten Bundesgebiet. Ohne ihr Engagement wäre das Kuba-Solidaritätsfest in diesen Zeiten politisch nicht möglich.

Die nächste Fiesta de Solidaridad wird aller Voraussicht nach am 24. Juli 2027 stattfinden.

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