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100 Jahre Fidel Castro und die Zukunft der kubanischen Revolution

Ort: Rosa Luxemburg Stiftung, Mathilde-Jacob-Saal und Eva-Mamlok-Bibliothek, Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin
Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung

Am 13. August 2026 jährte sich der Geburtstag Fidel Castros zum hundertsten Mal. Als Denker, politischer Führer, begnadeter Redner und entschiedener Verfechter des Selbstbestimmungsrechts der Völker, sowie der Würde aller Menschen durch einen universellen Zugang zu Gesundheit, Bildung und Kultur war Fidel Castro eine der prägendsten politischen Figuren des 20. Jahrhunderts - Inspiration für seine Mitstreiter*innen auf der ganzen Welt, erbittert bekämpft von seinen Gegner*innen.

Sein politisches Wirken und die kubanische Revolution haben die Geschichte Lateinamerikas und der internationalen Linken nachhaltig geprägt. Heute steht der kubanische Weg vor einer seiner größten Herausforderungen seit dem Sieg der Revolution. Die aggressive Zuspitzung der US-Blockade unter Donald Trump setzt die kubanische Bevölkerung massiv unter Druck, während offene militärische Drohungen die Souveränität des Landes infrage stellen. Gleichzeitig verschärfen wirtschaftliche Schwierigkeiten den Handlungsdruck; junge Menschen verlassen auf der Suche nach besseren Lebensperspektiven das Land. In dieser Gemengelage setzt Kuba derzeit weitreichende Reformen um, die große Teile der nationalen Wirtschaft für private Akteure öffnen und neben Chancen auch erhebliche Risiken bergen.

Vor diesem Hintergrund fragen wir auf der Konferenz nach der Aktualität von Fidel Castros Denken:

  • Was lässt sich aus seinen politischen Erfahrungen für die Herausforderungen unserer Zeit lernen?
  • Welche Ideen zu Souveränität, Internationalismus und Solidarität haben auch heute Bedeutung?
  • Wie ist die aktuelle Zuspitzung des Konflikts mit den USA im größeren Kontext des geopolitischen Umbruchs zu verstehen?
  • Wie kann ein Land in einem feindlichen Umfeld seine politische und gesellschaftliche Eigenständigkeit bewahren und zugleich an seinen sozialen Errungenschaften festhalten?
  • Welche Erfahrungen Kubas sind für soziale Bewegungen und progressive Kräfte weltweit weiterhin relevant und welche Möglichkeiten mit der kubanischen Bevölkerung gibt es?

Die Konferenz verbindet historische Perspektiven mit aktuellen politischen Debatten. Sie möchte Raum für Austausch, Diskussionen und neue Ideen schaffen – über Kuba, Fidel Castro, die Zukunft der kubanischen Revolution und die Perspektiven einer internationalistischen Linken.

Mit Beiträgen von Ines Schwerdtner, Katiuska Blanco, René González, Felix Valdés, Georgina Alfonso und weiteren Gäst*innen.

Das aktuelle Programm:

Freitag 16.10., 19:00 Uhr im Hauptsaal: 100 Jahre Fidel Castro: Was bleibt von seinem politischen Denken? 
Mit: Katiuska Blanco, Rene Gonzalez & Heinz Bierbaum; Moderation: Patricia Zapata

Samstag 17.10., 10:30 Uhr im Hauptsaal: Kuba heute – Zwischen Krise, Resilienz, und Zukunft 
Mit: Georgina Alfonso, Felix Valdés & Marcel Kunzmann Moderation: Caroline Kim

Samstag 17.10., 13:30 Uhr im Hauptsaal: Neue Strategie, alte Hegemonie? Lateinamerika und Kuba im geopolitischen Umbruch 
Mit: Tobias Lambert, Pablo Uc, Alina Duarte, Jana Silverman

Samstag 17.10., 13:30 Uhr in der Bibliothek: Kuba zwischen Energiekrise und Klimawandel 
Mit: Georgina Alfonso & Katiuska Blanco, Moderation: Carla Vazquez

Samstag 17.10., 15:30 Uhr in der Bibliothek: Bilder der Revolution: Kubas Plakatdrucke zwischen Kunst und Politik 
Mit: Roberto Chávez, Moderation: Patricia Zapata

Samstag 17.10., 16:30 Uhr im Hauptsaal: Internationalismus und Solidarität: Welche Praxis für Gruppen in Deutschland? 
Mit u.a. Interbrigadas, Cuba Sí und weiteren, Moderation: Nicolai Pfaff & Ann-Katrin Lebuhn

Samstag 17.10., 17:30 Uhr in der Bibliothek: 25 Jahre Durban Konferenz: Fidels Rede, Lesen und Diskutieren 
Mit: Ruben

Sonntag: 18.10., 10:30 Uhr im Hauptsaal: Kuba in der Welt: Internationale Beziehung und Süd-Süd Kooperation 
Mit: Alina Duarte, Felix Valdés, Cuba Sí, Moderation: Gerold Schmidt

Sonntag 18.10., 11:00 Uhr in der Bibliothek: Die erste Solidaritätsbrigade der RLS nach Kuba im Februar 2026 
Mit: wird zeitnah bekanntgegeben

Sonntag 18.10., 13:30 im Hauptsaal: «Internationalistisch nach vorn: Welche Perspektiven für Kuba und die internationale Linke?» 
Mit: Ines Schwerdtner, René Gonzalez, Jana Silverman, Moderation: Philip Degenhardt

Wichtiger Hinweis:

Aufgrund erheblicher technischer Probleme bei der RLS sind die Mailserver seit einigen Tagen nicht erreichbar. Auch die Veröffentlichung des Programms auf der Website und die Online-Anmeldung sind momentan leider nicht möglich. Die Konferenz findet natürlich trotzdem statt - ihr seid herzlich eingeladen, auch ohne vorherige Anmeldung vorbeizukommen. Bei Rückfragen erreicht ihr die RLS vorübergehend unter dieser Mailadresse oder hoffentlich bald wieder wie gewohnt unter nicolai.pfaff[at]rosalux.org

Die Konferenz findet auf Deutsch und Spanisch statt. Eine Simultandolmetschung wird angeboten.

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