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Eröffnungspodium der Kuba-Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung. (Foto: Jörg Rückmann/Cuba sí)

Kuba-Konferenz in Deutschland stellt Fidel Castro ins Zentrum

Steffen Niese/amerika21.de

Beiträge betonten die Wichtigkeit Kubas für die internationale Linke. PdL-Vorsitzende Schwerdtner betont, Deutschland muss bei der UN weiter gegen die Blockade stimmen.

Unter dem Titel "100 Jahre Fidel Castro und die Zukunft der kubanischen Revolution" hat vom 16. bis zum 18. Oktober in Berlin die erste Kuba-Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung stattgefunden. Anlass der dreitägigen wissenschaftlichen Tagung der Stiftung, die der Partei Die Linke nahesteht, war der 100. Geburtstag des 2016 verstorbenen kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro Ruz. Der Geburtstag am 13. August war auf Kuba und weltweit mit verschiedenen Aktivitäten gefeiert worden (amerika21 berichtete).

Eingeladen zur Konferenz in Berlin waren aus Kuba unter anderem der Direktor des Centro Fidel Castro Ruz, René Gonzales Barrios, die Direktorin des Instituts für Philosophie, Georgina Alfonso, sowie die Castro-Biografin und Journalistin Katiuska Blanco.

An der Eröffnungsveranstaltung am Freitagabend nahmen neben Gonzalez und Blanco auch der ehemalige Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Heinz Bierbaum, teil. In ihren Wortbeiträgen hoben die Teilnehmer die historische Bedeutung Fidel Castros für Kuba und die weltweite Linke hervor. Angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage verwies der Direktor des Fidel-Castro-Zentrums aus Havanna in seinem Redebeitrag auf die Notwendigkeit des Studiums der Werke von Fidel Castro. Hierzu hat das Studienzentrum anlässlich des 100. Geburtstags des Revolutionärs vor wenigen Wochen die Gesamtausgabe ausgewählter Schriften in 23 Bänden vorgestellt.

Der zweite Tag der täglich von mehr als 100 Personen besuchten Konferenz war der aktuellen Situation in Kuba gewidmet. Im Fokus standen dabei die gegenwärtige Energiekrise sowie die Möglichkeiten zur praktischen Unterstützung. In diesem Rahmen stellten zahlreiche Solidaritätsorganisationen wie Interbrigadas, Bloque Latinoamericano und Cuba Sí ihre gegenwärtigen Projekte auf der Karibikinsel vor. Auch die Podiumsteilnehmer beleuchteten die aktuelle Lateinamerika-Strategie der USA und ihre Implikationen.

Am letzten Konferenztag ging es zunächst um die Frage nach den realen Möglichkeiten Kubas inmitten einer zunehmend multipolaren Welt sowie um die beispielhafte solidarische Unterstützung aus Mexiko. Auch wurde auf einem Panel an das von Kuba und Venezuela gegründete ALBA-Staatenbündnis erinnert und seine Bedeutung für die regionale Integration herausgestellt. Das letzte Podium widmete sich abschließend der Frage nach dem heutigen Internationalismus-Verständnis sowie den Perspektiven Kubas und der internationalen Linken. Die Parteivorsitzende der Partei Die Linke, Ines Schwerdtner, sprach davon, dass die kubanische Revolution bis heute inspirierend für uns alle sei, und hob hervor, dass ein zentrales Merkmal ihre Ausrichtung an den Interessen der Bevölkerungsmehrheit sei. Abschließend wies Schwerdtner mit Blick auf die anstehende UN-Abstimmung zur US-Blockade auf die Möglichkeit einer Abkehr vom bisherigen positiven Abstimmungsverhalten der Bundesrepublik Deutschland hin und kündigte ein entschlossenes Handeln von Partei und Bundestagsfraktion an, um die Bundesregierung zu einer neuerlichen Verurteilung der US-Blockadepolitik zu bringen.

 

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 20.10.2026 auf amerika21.de.

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