Rund um Kuba

Erschöpft und glücklich

Die Delegation von Cuba Sí hat während der 22. Internationale Buchmesse in Havanna ein umfangreiches Arbeitspensum erledigt.
Buchmesse, Cabaña
Tausende Besucher strömten an den beiden letzten Messetagen auf die Cabaña.

Wie in jedem Jahr haben es die beiden letzten Tage der Buchmesse in Havanna in sich. Viele Aussteller senken noch einmal die Preise ihrer Bücher, vieles wird sogar kostenlos an die Besucher verteilt. In diesem Jahr war der Andrang so groß, dass es am Sonnabend auf der Festungsbrücke am Eingang für längere Zeit einen regelrechten Stau gab. Nichts ging mehr, kein Vor, kein Zurück. Auch in den Festungsgassen, in den Hallen und Zelten ein Zerren, Schieben, Drängeln - nur kein Schnäppchen verpassen.

„Für Cuba Sí stehen unsere Türen immer offen!“

Cuba Sí unterstützt das Kulturprojekt „Calle 23“ in Havanna mit einer transportablen Audioanlage.
Kulturprojekt, Fresa y chocolate
Ein überglücklicher Jorge Frometa (3. v. l.) bei der Übergabe der Audioanlage im „Fresa y chocolate“. Flori und Micha mussten die schwere Lautsprecherbox für die unzähligen Fotos mehrere Male anheben ;-)

Jorge Frometa war völlig aus dem Häuschen, als er die langersehnte Nachricht bekam: Cuba Sí kommt und bringt die versprochene Audioanlage mit. Jorge leitet das Kulturprojekt „Calle 23“ („23. Straße“), zu dem u.a. das berühmte Kino „Fresa y chocolate“ und andere Filmtheater in der 23. Straße gehören. Das Projekt realisiert kleine Filmproduktionen, organisiert Konzerte, Ausstellungen und andere Kulturveranstaltungen.

Importantissimo!

Unsere kubanische Partnerorganisation ACPA stellt zwei neue landwirtschaftliche Lehrbücher vor. Cuba Sí hat die Herstellung der Bücher finanziert.
ACPA, Lehrbücher, Projekte
Dr. Jorge Luis Alvarez von ACPA stellt die neuen Lehrbücher vor.

In das Haus der Kubanischen Gesellschaft der Vereinten Nationen hatte ACPA am 21. Februar eingeladen, um zwei neue landwirtschaftliche Lehrbücher vorzustellen. Cuba Sí finanziert schon seit mehreren Jahren die Herstellung solcher Bücher. Sie werden von kubanischen Landwirtschaftsexperten erarbeitet, sind aber keine wissenschaftlichen Werke, sondern für die gedacht, die eine berufliche Zukunft in der Landwirtschaft suchen oder bereits gefunden haben.

Botschafter der Solidarität

Treffen im ICAP: Die Solidaritätsbewegung hat in den Jahren 2004 bis 2007 den Buchmesseboykott der deutschen Regierung gebrochen.
Boykott, Buchmesse
Zeichnung am Stand der kubanischen Pressezeichner auf der Buchmesse in Havanna

An unserem Infostand auf der Buchmesse werden wir manchmal gefragt, warum Cuba Sí und weitere Vertreter der Solibewegung zur Buchmesse nach Havanna fahren. Ein kurzer Rückblick gibt die Antwort: Ende August 2003 hatte die rot-grüne Bundesregierung ihre offizielle Teilnahme an der 13. Internationalen Buchmesse in Havanna 2004 abgesagt. Ursprünglich war zwischen beiden Ländern vereinbart worden, Deutschland als Ehrengastland einzuladen und seine Kultur, insbesondere die Literatur, auf dieser Messe vorzustellen. Die Bundesrepublik begründetete die Absage mit „Menschenrechtsverletzungen in Kuba“.

Bücherwürmer und Leseratten stürmen die Festung

Großer Besucherandrang auf der 22. Internationalen Buchmesse in Havanna. Auch der Cuba Sí-Stand ist jeden Tag dicht umlagert.
Buchmesse, Cuba Sí
Dichtes Gedränge am Stand von Cuba Sí auf der Buchmesse in Havanna

Wer glaubt, das Buch - dieses analoge Ding aus Papier - hätte im digitalen Zeitalter ausgedient, der muss die Buchmesse in Havanna besuchen. Die „Feria Internacional del Libro“ ist eine der größten Literaturpräsentationen Lateinamerikas, sie ist außerdem ein Fest der Kunst und Kultur. Und das Messegelände, die alte Festungsanlage von Havanna „San Carlos de la Cabaña“ ist wohl der schönste Ort für solch eine Veranstaltung. Wenn sich am 24.

Die Mafia in Kuba - kubanische Geschichte vor 1959

Regisseur Hans-Peter Weymar stellte am 18. Februar in Havanna seinen neuen Film „Das Mafiaparadies - Kuba vor der Revolution von 1959“ vor.
Mafiaparadies
Hans-Peter Weymar (links) und Enrique Cirules während der Filmpräsentation

Voll war es im „Pabellon Cuba“. Angekündigt war die filmische Auseinandersetzung mit einem Stück kubanischer Geschichte, das in der Aufarbeitung bisher eher vernachlässigt wurde: der Einfluss der Mafia in Kuba vor der Revolution. Auf Einladung von Cuba Sí präsentierte Regisseur Hans-Peter Weymar den Dokumentarfilm „Das Mafiaparadies - Kuba vor der Revolution von 1959“, für den er gemeinsam mit Bernhard Pfletschinger das Buch geschrieben hat. Cuba Sí hat für diese Filmvorstellung eine spanischsprachige Version erstellt.

Hoher Besuch bei Cuba Sí

Die Bundestagsabgeordnete der LINKEN Heike Hänsel besuchte den Cuba Sí-Stand auf der Buchmesse in Havanna und unser Milchprojekt in der Provinz Mayabeque.
Heike Hänsel, Milchprojekt
Heike Hänsel, Vertreter des kubanischen Landwirtschaftsministeriums und des ICAP beim Besuch des Cuba Sí-Projektes in Valle del Perú (Provinz Mayabeque)

Cuba Sí: Toll dass Du trotz Deines straffen Zeitplanes einen Abstecher auf unser Milchprojekt machen konntest ...

Heike Hänsel: Ich bin leider nur für ein paar Tage in Kuba, und am Dienstag muss ich schon wieder in Berlin sein. Aber ich hatte mir vorgenommen, Euch hier zu treffen.

Cuba Sí: War das Dein erster Besuch auf einem Cuba Sí-Projekt?

„Son los sueños todavía“

Konzert und Buchvorstellung mit Gerardo Alfonso
Gerardo Alfonso
Gerardo Alfonso präsentiert dem Publikum im „Casa de las Americas“ seine Biographie

Bei der Buchvorstellung der Autobiographie des bekannten kubanischen Liedermachers Gerardo Alfonso am 15. Februar im „Casa de las Americas“ in Havanna erlebten die rund 300 Gäste ein ausgelassenes und rundes Konzert. Gerardo spielte mit seiner Band zu Beginn viele ältere Songs und vor allem Lieder, denen er eine neue Musikrichtung zuschreibt, den Guaya-Son. Bei dieser Musik werden Son-Elemente auf ungerade Taktarten, wie zum Beispiel einen Fünfvierteltakt, gebracht.

„Gutes für viele und nicht für wenige“

Cuba Sí ist auf der 22. Internationalen Buchmesse Havanna mit einem umfangreichen Programm vertreten.
Buchmesse
Das Logo der diesjährigen Buchmesse in Havanna

Am 15. Februar öffneten sich die Tore des Buchmessegeländes auf der Festung San Carlos de la Cabaña für die Besucher. Mit „Leer es crecer“ (Lesen bedeutet wachsen) ist dieses große Fest der Literatur seit vielen Jahren überschrieben. Die Buchmesse Havanna ist nicht - wie in anderen Ländern - eine rein kommerzielle Veranstaltung, sondern ein kubanisches Volksfest.

Lesen, lernen und vernetzen

Die Buchmessedelegation von Cuba Sí besuchte in Havanna den 2. Internationalen Workshop für soziale Netzwerke und alternative Medien.
Workshop alternative Medien in Havanna
Blick in den Versammlungssaal des Workshops im Palacio de Convenciones in Havanna

Zwei interessante Veranstaltungen fanden - sicher nicht zufällig - im Vorfeld der 22. Internationalen Buchmesse in Havanna statt. Ende vergangener Woche endete im Palacio de Convenciones der alle zwei Jahre stattfindende Pädagogische Kongress, an dem mehr als 3000 nationale und internationale Gästen teilnahmen. Die Lehrer und Erzieher sprachen sich für einen ungehinderten Zugang zu Bildung aus, der keinem versperrt sein dürfe. Der UNESCO-Vertreter Qian Tang erinnerte daran, dass weltweit immer noch über 132 Millionen Kinder und Jugendliche nicht zur Schule gehen können.

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