19.07.2020 Druckversion

Zu allen guten Dingen gehören DREI! – Solidarität mit Kuriosität

Dan Radtke vom Frankfurter Radsportclub 90 e.V. bei der Prüfung eines Rades. Er war Teilnehmer und Zweitplatzierter bei einer Cuba-Rundfahrt in den 1980er Jahren. Foto: Wolfgang Frotscher
Dan Radtke vom Frankfurter Radsportclub 90 e.V. bei der Prüfung eines Rades. Er war Teilnehmer und Zweitplatzierter bei einer Cuba-Rundfahrt in den 1980er Jahren. Foto: Wolfgang Frotscher

Am 16. Juli 2020 wurde der zweite von der Regionalgruppe Frankfurt (Oder) mit gespendeten Fahrrädern maximal gefüllte Transporter von Cuba Sí nach Berlin gebracht. Bisher haben wir 42 Räder wegfahren lassen! - Vor dem Transport wurden sie mit großer Unterstützung u.a. vom Frankfurter Radsportclub 90 e.V. auf „Alltagstauglichkeit“ überprüft und wo notwendig auch repariert. Dank an Dan Radtke (In den 1980er Jahren Zweitplatzierter bei einer Cuba-Rundfahrt!) und seinem Sportfreund Lothar Piede. Geholfen haben uns auch die Firmen „Fahrrad Rentsch“, „Fahrrad Schondau“ und das „bbw“.

Alle vorhandenen Räder konnten aber immer noch nicht abgefahren werden. Sie passten einfach nicht in das Fahrzeug. Und ein Transport nach Berlin mit nur wenigen Drahteseln ist ja nun wirklich ziemlich uneffektiv!

Also: Wir werden weitermachen! Unsere Fahrrad-Spendenaktion läuft mindestens noch so lange, bis der dritte Transporter voll wird!

 

Solidarität mit Kuriosität

Die Spendenaktion „Fahrräder für Cuba“ hat sich zu einem wirklich großen Erfolg „gemausert“. Über unsere Regionalgruppe von Cuba Sí wurden bisher mehr als 60 „Drahtesel“ gespendet. Auch wenn Solidarität ein sehr ernst zu nehmender Gedanke ist, gibt es auch da eine Reihe von Kuriositäten, die wir niemanden vorenthalten wollen:

Anfang März wurde der erste Schwung der Spenden nach Berlin gefahren. Kurz danach plötzlich ein Aufschrei von Ella: „Wo ist das Rad meines Sohnes!?!“ Es war versehentlich mit auf den Transporter geladen worden. – Ein Glück, dass er in Berlin wohnt. Nach längerem Suchen – schließlich gibt es ja viele Spenderinnen und Spender und eine entsprechende Menge an  Spenden – konnte das Fahrrad gefunden und dem Besitzer übergeben werden.

Eine Cuba-Freundin hatte die Absicht, Ihr Rad zu spenden. Dumm nur, dass ihr geschiedener Ehemann „dazwischen funkte“: Er tauschte kurzerhand das gute Fortbewegungsmittel gegen „Schrott“, den er dann abgeben wollte. Schrott nehmen wir aber nicht! – Vielleicht lässt er sich durch diese Zeilen erweichen, das gute doch noch abzugeben … Unsere Aktion ist schließlich noch lange nicht vorbei.

Eine andere Cuba-Freundin empfing mich mit folgendem Spruch: „Wenn die Räder nach Cuba transportiert werden sollen, kostet das ja auch.“ Sagte es und übergab einen Briefumschlag …

Nicht zuletzt noch eine Äußerung einer „Spenden-Organisatorin“: In meinem beruflichen Umfeld sind die jungen Leute davon begeistert, dass die bei uns reparierten Räder nach Cuba gehen werden. Vielleicht treffen wir uns mal bei einem „Cuba Libre“ …

Wolfgang Frotscher, AG Cuba Sí Frankfurt (Oder)

Veröffentlicht in Aktuelles | Tags: Blockade, DIE LINKE, Fahrräder, Kuba, Milch für Kubas Kinder, Projekte, Solidarität, Spenden