ACPA - Kubanische Vereinigung für Tierproduktion

Die Partnerorganisation von Cuba Sí in Kuba. 

ACPA ist eine Organisation mit eigener Rechtspersönlichkeit, eingetragen im Hauptvereinsregister des Justizministeriums der Republik Kuba laut Beschluss Nr. 26 und rechtskräftig seit 31. Januar 1981.

Kontakt

Gründungsgeschichte und Aufgaben

Genossenschaftsstruktur

Partner und Projekte

Verbände und Organisationen


Kontakt

Calle 10 No 351 e/ 15 y 17. Vedado. Plaza. Ciudad de La Habana. Cuba

Telefon: (+53) 7 8337804

Fax: (+53) 7 335366

E-mail: inter@acpa.co.cu

Ansprechpartnerin für die Projekte: Maria Elena Salar


Gründungsgeschichte und Aufgaben

1974 regte eine kleine Gruppe aus Wissenschaftlern, Professoren und Produzenten aus verschiedenen nationalen Institutionen des Landes die Gründung von ACPA an.

Hauptanliegen von ACPA ist es, in sämtlichen Bereichen der kubanischen Viehproduktion und Viehindustrie die Arbeit aller Arbeiter sowohl in den staatlichen und privaten Betrieben als auch in den Genossenschaften bestmöglich zu koordinieren.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Mitgliedschaft in der Lateinamerikanischen Gesellschaft für Tierproduktion (ALPA) als Zugangsmöglichkeit zum lateinamerikanischen und internationalen Markt.

Hauptaufgabengebiete:

  • Unterstützung von Programmen zur nachhaltigen Entwicklung der Tierproduktion und der industriellen Weiterverarbeitung
  • Unterstützung bei der Optimierung der Arbeitsplatzkapazitäten
  • Förderung der Erforschung, der Anerkennung, der Verbreitung und des Einsatzes neuer Technologien
  • Hilfe bei der genetischen Verbesserung des Tierbestands durch dessen Bewertung und Einschätzung, rassengenetische Untersuchungen und die Zucht mittels bester Elterntiere
  • Förderung von Vieh- und Agrarmessen, um die Ausstellung der besten Zuchtergebnisse, Weiterbildungsmöglichkeiten und eine verbesserte Vermarktung der Produkte zu unterstützen
  • Zusammenarbeit sowohl mit nationalen als auch ausländischen Organisationen, um die Projekte zur Entwicklung des ländliche Raums verwirklichen zu können, die die Lebensbedingungen in den Dörfern und Gemeinden und die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln verbessern und die Umwelt schützen sollen
  • Knüpfen und Pflegen freundschaftlicher Beziehungen sowie Zusammenarbeit mit entsprechenden Organisationen, Produzenten und Wissenschaftlern in aller Welt
  • Gründung neuer Basisorganisationen durch Produzenten und Fachleute als Teil der Struktur von ACPA, die durch ihre außerordentlichen Qualifikation zur Erfüllung der oben genannten Ziele beitragen

Die Organisation zählt 42 Festangestellte (Vorsitzende, Angestellte oder Mitarbeiter von ACPA sowie in den Kooperationsprojekten), alle anderen sind ehrenamtliche Mitarbeiter. Darüber hinaus stehen weitere 120 Angestellte bei ACPA unter Vertrag, die derzeit in den laufenden Projekten zur Zusammenarbeit tätig sind.


Genossenschaftsstruktur

ACPA ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation (NGO).

ACPA hat einen nationalen Status inne und vereinigt Fachgesellschaften, Provinzverwaltungen und Basisorganisationen in sich. Ende des Jahres 2005 zählte ACPA in ganz Kuba 31.785 Mitglieder, die in 2.382 Basisorganen beschäftigt waren sowie 3.061 institutionelle Geschäftspartner.

Die Organisationsstrukturen und das Geschäftsgebaren folgen der Satzung und den allgemeinen Bestimmungen. Die Leitungsorgane von ACPA sind im folgenden in ihrer hierarchischen Abfolge aufgelistet:

  1. Nationale Mitgliederversammlung:
    Mittels einer Verhältniswahl werden alle vier Jahre in den 14 Provinzverwaltungen des Landes sowie der besonderen Provinz Isla de la Juventud die Abgeordneten der Nationalen Mitgliederversammlung gewählt.
  2. Vorstand:
    Er setzt sich aus den fünfzehn Vorstandsvorsitzenden der Provinzverwaltungen und dem Nationalen Führungskomitee zusammen. Die Treffen finden regelmäßig alle sechs Monate statt.
  3. Nationales Führungskomitee:
    Es wird gebildet aus den neun Mitgliedern (dem Vorsitzenden, dem Vizevorsitzenden, den Sekretären und den Vorstandsmitgliedern) sowie den Vorsitzenden der Fachgesellschaften. Die Treffen finden regelmäßig alle drei Monate statt.
  4. Provinzverwaltungen:
    Zu ihnen zählen die Mitgliederversammlung, die sich alle vier Jahre neu konstituiert, der Vorstand der Provinzverwaltung, der aus dem Führungskomitee und den Vorsitzenden der Basisorganisationen gebildet wird sowie aus dem Führungskomitee der Provinz, das sich aus neun Mitgliedern und den Vorsitzenden der Fachgesellschaften der Provinzverwaltungen zusammensetzt.
  5. Basisorgane (OB):
    Die Mitglieder sind in Basisorganisationen organisiert. Eine Ordentliche Versammlung findet regelmässig alle zwei Jahre statt, auf der die Mitglieder einen Vorstand mit einem Vorsitzenden und zwei Vorstandsmitgliedern wählen.
  6. Fachgesellschaften:
    Hinsichtlich der Fachgesellschaften sowohl auf nationaler als auch provinzieller Ebene findet regelmäßig alle vier Jahre eine Hauptversammlung statt, die sich aus den gewählten Abgeordneten der Provinzverwaltungen und den Basisorganisationen beziehungsweise den fünf Mitgliedern des Leitungsrats und mindestens sieben Mitgliedern des technischen Beirats zusammensetzt.
    Insgesamt verfügt die ACPA über 12 Fachgesellschaften, die sich jeweils einem bestimmten Produktionszweig in der Tierproduktion widmen. So gibt es beispielsweise die Fachgesellschaft für Milchproduktion oder die Fachgesellschaft für Kaninchenzucht.

Die Mitglieder wählen auf allen Ebenen frei ihre Vorsitzenden und entbinden diejenigen von ihren Ämtern, die ihren Pflichten nicht nachkommen.

Von den Basisorganisationen bis zu den nationalen Gremien werden in den Mitglieder- und Abgeordnetenversammlungen öffentlich Vorschläge für den Vorsitz eingebracht. Diese Kandidaturvorschläge können nur angenommen werden, wenn der Kandidat die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen kann.

Bei den Basisorganisationen wird eine öffentliche Wahl durchgeführt, auf provinzieller und nationaler Ebene wird die Wahl direkt und geheim abgehalten.

Der Vorsitzende wird direkt von der Mitgliederversammlung gewählt.


Partner und Projekte

Mit der Unterstützung von 31 Partnern aus verschiedenen Ländern befinden sich momentan diverse Projekte in der Ausführung beziehungsweise in der Bearbeitung und Vorbereitung.

Unterstützer von ACPA:

  • aus Deutschland: Agro Acción Alemana (AAA), Cuba Sí, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Hilfe zur Selbsthilfe und Ates Werkowf;
  • aus Spanien: Amics de Lleida, Paz y Tercer Mundo (PTM), ACSUR las Segovias, Intermón, Vetermón und Mugarik Gabi;
  • aus Italien: Centro Mondialita Sviluppo Reciproco (CMSR), Movimiento de Laicos para América Latina (MLAL), Centro Internacional Crocevia y Centro Internacional Sviluppo Popoli (CISP);
  • aus Kanada: die Kanadische Botschaft auf Kuba;
  • aus den USA: OXFAM America;
  • aus Belgien: OXFAM Solidarité;
  • aus Frankreich: die Gewerkschaft für Elektrizität und Gas, die französische Volkssolidarität (SPF), Terres de Hommes, CODEV, IRAM und die Französische Botschaft auf Kuba;
  • aus Japan: die Japanische Botschaft auf Kuba;
  • International: CARE INTERNATIONAL

Bis zum heutigen Tag konnte die ACPA durch die finanzielle Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen sowie weiterer Institutionen etwa 120 Projekte verwirklichen.

Um einen dauerhaften und garantierten Zugang aller Bevölkerungsschichten zu einer in Qualität und Quantität angemessenen Ernährung zu ermöglichen und somit den Versorgungsansprüchen an ein aktives und gesundes Leben Rechnung zu tragen, arbeiteten und arbeiten auch in Zukunft oben genannte Gruppen und Institutionen in nachfolgenden Aufgabenbereichen:

  • Unterstützung einer einheitlichen Entwicklung der Kooperationsprojekte, insbesondere der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (UBPC)
  • Erhöhung der Futtermittelbestände durch die Vergrößerung der Weideflächen; Produktion von Grassamen, Grünfutter und Getreide sowie die Nutzung landwirtschaftlicher Nebenprodukte
  • Bewahrung, nähere Untersuchung, Bestimmung und Nutzung der genetischen Erbgutmasse verschiedener Tierarten
  • Förderung der Zucht von Ziegen, Schafen, Kaninchen, Geflügel und Schweinen als alternative Möglichkeit der Selbstversorgung mit Lebensmitteln für Familien, Kooperativen und Genossenschaften
  • Hilfe und Unterstützung für alle Geschädigten von Viehseuchen, um die Seuchen einzudämmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern
  • Entwicklung des ländlichen Raums, Bau von Wohnungen für die Beschäftigten in der Land- und Viehwirtschaft, Verbesserungen der Lebensbedingungen in den Viehzüchtergemeinden
  • Unterstützung der landwirtschaftlichen Produktion (Gemüse und Knollen) in den Städten und Schulen durch das Anlegen von Gemüsegärten und Saatfeldern, die Installierung von Bewässerungssystemen, den Verkauf von Saatgut, Werkzeugen und landwirtschaftlichem Gerät sowie die Einrichtung von Verkaufsstellen
  • Hilfe bei der Nahrungsmittelversorgung (Kindergärten, Internate)
  • Bau von Brunnen für Trinkwasservorräte und zur Sicherung der Trinkwasserversorgung, Schutz vor Bodenerosion
  • Nutzung erneuerbarer Energiequellen
  • Schutz und Renaturierung der Umwelt

 Verbände und Organisationen

ACPA ist hier Mitglied:

  • Lateinamerikanischen Gesellschaft für Tierproduktion (ALPA)
  • Iberoamerikanischer Verband für einheimische und kreolische Rassen
  • Internationaler Verband für Zebuzucht (FICEBU)
  • Verband der Geflügelzüchter in Mittelamerika und der Karibik (FEDAVICAV)
  • Internationale und regionale Organisationen für die Zucht von Kaninchen, Büffeln, Zeburassen und Geflügel
  • Lateinamerikanisches Netzwerk zur Solidarität und Zusammenarbeit
  • Netzwerk kreolische Rinderrassen in Mittelamerika und der Karibik
  • Iberoamerikanische Organisation für Schweinezucht
  • Verband der Schweinezüchter in Mittelamerika und der Karibik